Kostenerstattung

 

Kostenerstattung nach  § 13 Abs. 3 SGB V durch gesetzliche Krankenkassen?

 

Gemessen am Bedarf in der Bevölkerung, gibt es zu wenig kassenzugelassene Psychotherapeuten. Die Praxen dieser Kollegen sind häufig überlaufen und haben eine lange Warteliste. Monatelange Wartezeiten sind häufig, jedoch einem psychisch akut kranken oder gefährdeten Patienten nicht zuzumuten. Auch wenn die Krankenkassen in der Regel ihr Budget für ärztliche und psychologische Psychotherapeuten verplant haben, sind sie gemäß ihrem Sicherstellungsauftrag verpflichtet, einem Patienten in einem zumutbaren Zeitrahmen eine Behandlung zu ermöglichen.

 

Falls der Patient erst nach einer mehrmonatigen Wartezeit einen Therapieplatz in seiner Nähe finden würden, kann er von seiner Krankenkasse verlangen, dass sie – auf dem Wege der Kostenerstattung – die Behandlung durch einen psychologischen Behandler bezahlt, der die Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde (Heilpraktiker für Psychotherapie), besitzt.

 

Eine Kostenerstattung durch die Krankenkasse für die Behandlung durch einen Heilpraktiker für Psychotherapie wird dann möglich, wenn die Krankenkasse im Rahmen ihres Ermessens eine unaufschiebbare Leistung nicht rechtzeitig erbringen kann oder eine Leistung zu Unrecht abgelehnt und dadurch dem Versicherten für eine selbsterbrachte Leistung Kosten entstanden sind (§ 13 Abs. 3 SGB V).

 

In diesen Ausnahmefällen kann sich auch eine gesetzliche Krankenkasse bereiterklären, nach eingehender Prüfung und vorab erteilter Genehmigung 5 probatorische Sitzungen an einen nicht kassenzugelassenen "Heilpraktiker für Psychotherapie" (ohne Rechtsanspruch gemäß Sozialgesetzbuch § 27 Abs. 1) zu erstatten:

 

"(1) Versicherte haben Anspruch auf eine Krankenbehandlung, wenn sie notwendig ist, um eine Krankheit zu erkennen, zu heilen, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder Krankheitsbeschwerden zu lindern. Die Krankenbehandlung umfasst

(2) ärztliche Behandlung einschließlich Psychotherapie als ärztliche und psychotherapeutische Behandlung..."

 

 

Wenn Sie einen Antrag auf Kostenerstattung stellen möchten, sollten Sie einen Nachweis beifügen über:

 

  • Anfragen bei kassenzugelassenen Psychotherapeuten und der jeweiligen Information über Wartezeiten und Ablehnungen

  • Telefonprotokoll mit Datum, Uhrzeit und Ergebnis der jeweiligen Anfrage.

 

Wird die Therapie daraufhin bei mir genehmigt und durchgeführt, können Sie die Rechnungen bei der Krankenkasse zur Erstattung einreichen.

Die Krankenkasse erstattet dann den Rechnungsbetrag ganz oder teilweise – je nach den näheren Tarifbestimmungen, die Sie bei Ihrer Krankenkasse detailliert erfragen können.

 

Nähere Infos zur Antragstellung entnehmen Sie bitte auch folgender Broschüre der Psychotherapeutenkammer Berlin:

http://www2.psychotherapeutenkammer-berlin.de/uploads/bptk_ratgeber_kostenerstattung.pdf

 

 

Julia Alexa Kraft

Heilpraktikerin (HPP)

Musiktherapeutin (NMT)

Hypnotherapie

 

 

Heilpraxis für Musiktherapie & Hypnose

Nehringstraße 16
14059 Berlin

Tel.: 030 - 99 54 67 63

 

 

 

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